Regionen Verlag

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Urlaub im Land der Gauchos

Reiten und Abenteuer auf einer Farm am Río Corriente im Norden Argentiniens. Die 4 000 Hektar große Farm “Estancia Buena Vista” am Rio Corriente liegt im Süden der argentinischen Provinz Corrientes, rund 650 kilometer nördlich der Hauptstadt Buenos Aires entfernt, macht Träume von Urlaubern war, deren Erfüllung nicht an überfüllten Stränden und noblen Hotels zu finden ist.
Wer das Leben auf einer traditioneller Farm mit modernem Komfort kennen lernen möchte ist auf der Estancia Buena Vista genau richtig.
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Heuchlerisches Europa

Von Wolfgang Nagorske

 

Über Donald Trump kann man nicht mehr viel Neues sagen. Der Präsident der USA ist allgemein stigmatisiert als stilloses Großmaul, dessen Wort einen Beständigkeitswert von weniger als zwei Stunden besitzt. Doch warum haben ihn so viele Amerikaner zum Präsidenten gewählt? Trump war als Bauunternehmer genau so hemdsärmelig wie jetzt als Präsident. Er hat also seine Wähler nicht enttäuscht und nicht getäuscht. Die Art seiner Auftritte und die mitunter rüpelartige Wortwahl ruft vor allem in Europa Kopfschütteln und Unverständnis hervor. Sicher, einen solchen Präsidenten ohne scheinbar jegliches Gefühl für eine gebotene diplomatische Zurückhaltung hat es lange nicht mehr gegeben. Doch es wäre zu einfach, Donald Trump nur nach äußerlichen Attitüden zu beurteilen. Nehmen wir seine fortwährende Drohung mit der Erhöhung von Zöllen auf europäische Autos. Gegenwärtig belegen die USA deutsche, französische und italienische Autos mit einem Zoll zwischen zwei und drei Prozent. In europäischen Häfen werden ankommende Fords und Chevrolets mit bis zu zehn Prozent verteuert. Europa möchte seine Autoindustrie vor amerikanischen Modellen schützen. Das ist legitim, aber ist es auch fair? Diesen Schutzmechanismus hat die EU nicht nur um ihre heiß geliebten Autos aufgebaut. Ökonomen haben einen Warenmix aufgestellt und kommen zu dem Schluss, dass Europa höhere Zölle erhebt als die USA. Der Aufschrei in Europa vom Handelskrieg der USA wirkt im Licht der aktuellen Fakten ziemlich heuchlerisch. Unter anderen wirtschaftlichen Tatsachen erklärt sich so auch das dramatische Handelsdefizit gegenüber Europa. Auf dieses Ungleichgewicht hat bereits der Vorgänger von Trump, Präsident Barack Obama die Europäer hingewiesen. Er tat dies auf seine elegante Art und Weise ohne zu poltern. Die Europäer haben verständnisvoll genickt, ihre Haltung freilich haben sie nicht geändert. Dabei ist Europa ein Teil des Problems. Es gibt natürlich ein nahezu unschlagbares Argument, dass der ehemalige deutsche Wirtschaftsminister Gabriel den Amerikanern nahe legte: Baut doch bessere Autos als die Europäer. In diesen Worten schwingt mehr als ein Schuss deutscher Überheblichkeit mit. Mit diplomatischer Eleganz jedenfalls haben sie nichts zu tun.

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