Regionen Verlag

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Urlaub im Land der Gauchos

Reiten und Abenteuer auf einer Farm am Río Corriente im Norden Argentiniens. Die 4 000 Hektar große Farm “Estancia Buena Vista” am Rio Corriente liegt im Süden der argentinischen Provinz Corrientes, rund 650 kilometer nördlich der Hauptstadt Buenos Aires entfernt, macht Träume von Urlaubern war, deren Erfüllung nicht an überfüllten Stränden und noblen Hotels zu finden ist.
Wer das Leben auf einer traditioneller Farm mit modernem Komfort kennen lernen möchte ist auf der Estancia Buena Vista genau richtig.
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Schöne Ratschläge

Von Wolfgang Nagorske

 

Ich traute meinen Augen nicht, als ich neulich einen kleinen Artikel las mit der Überschrift „Die Verkehrspolizei rät“. Darin beklagte die Polizei, dass auf den Autobahnen die notorischen Fahrer auf der Mittelspur Schuld an vielen Unfällen haben, denn es gilt das Rechtsfahrgebot. Die Mittelspur sei nur zum Überholen da. Mal abgesehen davon, dass man auf vielen Autobahnen vergeblich eine Mittelspur sucht, weil es nur zwei Spuren gibt, zuckte ich kurz zusammen: Denn ich fahre häufig auf der Mittelspur, wenn es denn eine gibt. Ich gehöre also zu den notorischen Fahrern, die Schuld an vielen Unfällen haben. Gott sei Dank, blieb ich davon bisher verschont. Aber verdammt noch mal, was soll ich denn tun. Die rechte Spur ist kilometerweit besetzt von Trucks und sollte sich dennoch mal in dieser schier endlosen Schlange eine Lücke auftun in die ich hinein schlüpfen kann, ereilt mich schon die Furcht einflößende Lichthupe eines dieser Ritter der Autobahnen. Wie kann ich es wagen, mit meinem Wägelchen die Kette dieser Schlachtrösser zu sprengen. Eingeklemmt zwischen zwei dieser Blechgiganten, was alles anderes als ein beruhigendes Fahrgefühl vermittelt, versuchte ich so schnell wie möglich wieder auf die Mittelspur zu kommen. Auf die Spur also, wo die notorischen Unfallverursacher fahren. Schnell weg, aber wohin. Da bleibt ja nur die linke Spur. Doch da ist kein rauf kommen. Pfeilschnelle Raser sausen im Sekundentakt vorbei, dass ich lieber doch in der Mitte bleibe, eine andere Wahl habe ich nicht. Aber die Mitte, so sagt es die Polizei, blockieren die notorischen Unfallverursacher. Nach etwa einer Stunde „verkehrswidrigen Fahrens“ erhasche ich eine Lücke zwischen den meterhohen Blechgiganten auf der vorgeschriebenen rechten Spur, denn ich muss die Autobahn verlassen. Mein Ziel ist nah. Die bekannte, Furcht einflößende Lichthupe verabschiedet mich auf die Landstraße. Nun kann ich endlich wieder rechts fahren und fühle mich wohl.

Doch eine Frage habe ich noch. Wann war der Polizist, der die Warnung an die notorischen Mittelspurfahrer verfasste, das letzte mal auf einer deutschen Autobahn. Es muss wohl in den sechziger oder siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts gewesen sein.

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